Februar 2016

OB-Kandidatin besuchte Ursulinenkloster

Am Montag besuchten Mitglieder der SPD- Fraktion und des Vorstandes gemeinsam mit der OB- Kandidatin Patricia Steinberger das Ursulinenkloster und bedankten sich persönlich bei den Schwestern für ihre aufopfernde und so wichtige soziale und erzieherische Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten. Schwester Andrea Wohlfarter, die Oberin der Schwestern, empfing die Delegation mit Freude und bedankte sich für den Besuch. Patricia Steinberger betonte, dass die Nachricht, die Ursulinenschwestern werden Landshut verlassen, für viele ein Schock gewesen sei: “Die Ursulinenschwestern gehören einfach zu Landshut wie die Burg Trausnitz.” Dies würde eine große Lücke in Landshut hinterlassen und die Dankbarkeit, die den Ursulinenschwestern gebürt, könne man nicht in Worte fassen, so Steinberger. Die Oberin bedankte sich für die Anteilnahme. Es sei aber ein Schritt, um allen Schwestern gemeinsam einen guten Lebensabend zu sichern, mit einem gemeinsamen Wohnort, gemeinsamer Freizeitgestaltung und auch pflegerischer Betreuung für die Schwestern, die es benötigten. Patricia Steinberger drückte trotzdem großes Bedauern aus: “Seit fast 350 Jahren haben die Ursulinenschwestern einen bedeutenden sozialen Beitrag in unserer Stadt geleistet. Sie haben den Bildungsauftrag gerade Mädchen gegenüber ganz besonders ernst genommen und den jungen Menschen die Grundwerte von Nächstenliebe und gegenseitiger Achtung mit auf den Weg gegeben und dafür gilt unser größter Dank.”, so Steinberger. Zum Abschluss durften die Besucher noch einige Räume des Klosters besichtigen und die Bibliothek mit jahrhunderte alten Büchern und Schriften bestaunen.

Schaffung von bezahlbarem Wohnraum als größte Herausforderung

Gespräch mit Dieter Reiter1

SPD-Frauen im Gespräch mit Dieter Reiter

Am Rande der wohnungspolitischen Fachkonferenz in Dachau führten die SPD-Vorsitzende und Stadträtin Anja König und ihre Stellvertreterin und OB-Kandidatin Patricia Steinberger ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister der Stadt München Dieter Reiter und dem Sprecher für Wohnungs- und Städtebaupolitik der SPD-Landtagsfraktion Andreas Lotte. Die Politiker tauschten Erfahrungen und Ideen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum aus.

Wie schafft es eine Großstadt wie München, die jährlich um 25-30.000 Einwohner wächst und derzeit ca. 21.000 Flüchtlinge beherbergt, für Menschen mit mittleren bis unteren Einkommen Wohnraum zu schaffen? OB Dieter Reiter gibt zu: “Das ist im Moment die größte Herausforderung für die Kommunen in den Ballungsräumen.” Die Stadt München investiere mit ihren städtischen Wohnungsbaugesellschaften jährlich genau so viel Geld in sozialen Wohnungsbau wie die Bayerische Staatsregierung  für den gesamten Freistaat Bayern. Das sind umgerechnet 140 Euro pro Kopf, der Freistaat gibt 20 Euro pro Kopf aus. Die Stadt Wien zum Vergleich investiere pro Kopf und Jahr 400 Euro. Aber es gehe nicht nur um sozialen Wohnungsbau, sondern vielmehr um bezahlbaren Wohnraum. Es gäbe derzeit viel mehr Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Einkünften knapp über den Sozialsätzen liegen. Dieter Reiter machte aber auch ganz deutlich, dass ein Zusammenspiel aller Beteiligten sehr wichtig sei und an vielen verschiedenen Stellschrauben gedreht werden müsse. Die Zusammenarbeit mit dem Umland sei unabdingbar: “Die kommunalen Gebietsgrenzen müssen aus den Köpfen der Kommunalpolitiker.” Bei Verkäufen von städtischen Grundstücken an Investoren könnten die Kriterien erhöht werden, damit bezahlbarer Mietwohnraum nicht plötzlich als Eigentum verkauft und dann viel teurer weitervermietet wird, z.B. durch zeitlich festgesetzte Weiterverkaufsverbote oder 60-jährige Mietbindung. Man müsse auch über höhere Wohnbauten und Systembauten nachdenken. Dies gelte für alle Kommunen, in denen Baugrund knapp werde. Dies nahmen die beiden Landshuter SPD-Politikerinnen Steinberger und König sehr interessiert auf. “Die Stadt Landshut leistet es sich bei einem Zuzugsdruck von knapp über 2 % jährlich, der prozentual im Übrigen genaus so hoch ist wie in der Stadt München, keine städtische Wohnungsbaugesellschaft zu haben und auch die Stadt selbst hat es in den vergangenen Jahrzehnten versäumt selbst Wohnraum zu schaffen.”, berichtet Stadträtin Anja König. Der Bestand an städtischen Wohnungen sei sogar dramatisch gesunken, der Wohnungsmarkt werde fast ausnahmslos dem freien Markt überlassen und dies schade massiv gerade der sozial schwachen Bevölkerung. “In Landshut kann das natürlich auch nur mit einem ganzen Paket verschiedener Lösungsansätze funktionieren.”, fügt die stellvertende SPD-Vorsitzende Patricia Steinberger hinzu. In Landshut seien Baugrundstücke ebenfalls knapp, aber für Discountmärkte, die wichtig für die Bevölkerung zur wohnortnahen Versorgung seien, würden große Grundstücke, insbesondere für Parkplätze freigegeben. Hier könne man die Parkplätze zum Beispiel mit Wohnraum überbauen. “Ganz nach dem Motto: Wohnraum vor Hubraum!”, so Steinberger. Einen Teil der Wohnungen könne der Discounter für seine Mitarbeiter nutzen und der Rest werde frei vermietet. “Die Politik muss Antworten finden, weil es um die Menschen geht.”

“Zu wenig Zeit und Geld für Frauen in Not”: SPD-Delegation mit Generalsekretärin Natascha Kohnen zu Besuch im Caritas-Frauenhaus

Besuch im Caritas Frauenhaus

Gemeinsam mit der Generalsekretärin der Bayern SPD, Natascha Kohnen, hat MdL Ruth Müller das Caritas-Frauenhaus in Landshut besucht, um sich über die aktuelle Situation vor Ort zu informieren. Ebenfalls am Gespräch teil nahmen Kreisrätin Filiz Cetin, Stadträtin Anja König und die Landshuter OB-Kandidatin der Sozialdemokraten, Patricia Steinberger.

Die Politikerinnen wurden im Frauenhaus zunächst von Leiterin Gabriele Unverdorben sowie der Sozialpädagogin Godela Hovestadt und Erzieherin Kerstin Hirsch empfangen und erfuhren dann, welche Sicherheitsvorkehrungen zur Wahrung der Anonymität der Frauen und deren Standort getroffen werden. Das Frauenhaus der Caritas in Landshut kann bis zu fünf Frauen mit ihren Kindern in den Räumlichkeiten aufnehmen. Aufgrund der langen Verweildauer der einzelnen Frauen konnte das Haus im vergangenen Jahr gerade einmal 14 Frauen beherbergen. In den letzten 10 Jahren wohnten im Schnitt 28 Frauen pro Jahr im Caritas-Frauenhaus.

Die Faktoren für den langen Aufenthalt der von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen sind vielfältig. Oft ist es aufgrund des Wohnungsmarktes für die Frauen schwierig, günstige Wohnungen, die sie sich leisten können, zu finden. In anderen Fällen sehen sie sich aufgrund ihrer mentalen Verfassung noch nicht in der Lage, ihr Leben alleine zu meistern. Unverdorben und Hovestadt sehen sich gezwungen, pro Jahr im Schnitt 120 hilfesuchende Frauen abzuweisen, da es einfach nicht genug Platz gibt. Gemeinsam mit den abgewiesenen Frauen wird natürlich versucht, andere Lösungen zu finden.

Auf Nachfrage von Kreisrätin Cetin erfahren die Gäste, dass es sich bei den betroffenen Frauen um einen Querschnitt durch alle Altersklassen handelt, viele jedoch junge Frauen zwischen 25 und 30 Jahren sind, die mit ihren Kindern ins Frauenhaus kommen. Zudem variiert der kulturelle Hintergrund.

Auch die Nachbetreuung der Frauen ist ein wichtiges Arbeitsfeld. Etwa ein Drittel der Bewohnerinnen tendieren dazu, wieder zurück in ihr altes Umfeld zu gehen, da sie sich aufgrund ihrer psychischen Instabilität oft kein anderes Leben ohne den Partner vorstellen können. Manche schaffen erst beim zweiten oder dritten Anlauf, sich vom gewalttätigen Partner zu trennen. Hier spielen meist aber verschiedene Faktoren eine Rolle. Auch ein jahrelanges Nachstellen von Seiten des Ehemannes kommt immer wieder vor. Auch hier begleiten die Frauenhausmitarbeiterinnen die Klientinnen in Form von Nachbetreuung.

Gabriele Unverdorben würde sich wünschen, dass die Öffentlichkeit besser für den Umgang mit von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen sensibilisiert würde. Die Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen ist in Landshut aufgrund von guter Vernetzungsarbeit schon sehr gut. In einigen Bereichen wäre jedoch eine weitere Sensibilisierung und Zusammenarbeit notwendig. Dies geht natürlich zu Lasten der ohnehin schon sehr knapp bemessenen Arbeitszeit der Fachkräfte. Zwei Sozialpädagoginnen, eine Erzieherin sowie eine Bürokraft teilen sich insgesamt zwei Vollzeitstellen. „Ohne ehrenamtlich engagierte Frauen, die Nacht- und Wochenenddienste übernehmen, würde die Versorgung im Frauenhaus gar nicht funktionieren“, gibt Unverdorben zu bedenken. Gerne würden die Frauen mehr Energie für Präventionskampagnen aufwenden, was jedoch zeitlich schlicht nicht realisierbar ist. Ein Problem sieht Patricia Steinberger allerdings auch darin, dass „häusliche Gewalt“ bis heute ein Tabuthema in der Gesellschaft sei. Demnach beteiligen sich Frauen gerade im ländlichen Raum ungern an Awareness Aktionen, da die Mitmenschen sonst schnell Gewalt im eigenen Haus vermuten.

MdL Ruth Müller hat auf ihrer frauenpolitischen Reise durch Bayern im vergangenen Jahr mehrere Frauenhäuser besucht, die von den gleichen Problemen berichten wie in Landshut: Vornehmlich fehlten die Zeit und die Mittel, um mehr unternehmen zu können.

Eine neue Studie des Sozialministeriums soll in Kürze neue Zahlen liefern. „Wir dürfen gespannt sein, was aus der Veröffentlichung der Studie zu entnehmen sein wird und welche politischen Schlüsse daraus gezogen werden“, sagte Generalsekretärin Natascha Kohnen. Die Anträge der SPD-Fraktion im Landtag, die Finanzmittel für die Frauenhäuser zu erhöhen, seien im Dezember leider wieder abgelehnt worden, berichtete Müller. In den letzten 20 Jahren wurden die Mittel erst einmal erhöht, auch der Landkreistag sehe den Freistaat in der Pflicht, für eine bessere Finanzausstattung zu sorgen. „Wir wollen schließlich erreichen, dass jede Frau, die von häuslicher Gewalt betroffen ist, schnellstmöglich Hilfe und Unterstützung bekommt“, so Müller. Denn ansonsten laufe man Gefahr, dass sich die Gewalterfahrungen, die Kinder in den Familien erleben müssen, in der nächsten Generation wiederholten. Zur Unterstützung ihrer wertvollen Arbeit für die Frauen und Kinder überreichte die Landtagsabgeordnete eine Spende an das Caritas-Frauenhaus.

Was tut sich in Landshut für unsere ganz Kleinen?

Patricia Steinberger, Margarete Paintner, Anja König

SPD-Frauen im Fachgespräch mit Margarete Paintner

Am vergangenen Montag führten die Vorsitzende der Landshuter SPD, Stadträtin Anja König, und ihre Stellvertreterin und OB-Kandidatin Patricia Steinberger ein Fachgespräch zum Thema Kinderbetreuung in Landshut mit der Fachbereichsverantwortlichen der Stadt Landshut Margarete Paintner. In erster Linie interessierte die SPD-Frauen wie hoch der Bedarf derzeit ist und inwieweit dieser in Landshut gedeckt werden kann.

Frau Paintner ging anfangs hauptsächlich auf die Krippenplätze ein. Nachdem Kinder ab der Vollendung des ersten Lebensjahres seit dem 01. August 2013 einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege haben, galt es im Stadtbereich um viele Plätze aufzurüsten. Dies sei stetig passiert und für ca. 25 % der Kinder im Alter zwischen ein und drei Jahren seien Betreuungsplätze vorhanden. 37 % sollten die Kommunen zwar vorhalten, allerdings sei der wirkliche Bedarf in Landshut nicht ganz so hoch. Nach den letzten Erhebungen vom August 2015 bestünde noch ein Restbedarf von 60 Plätzen.

Viel drängender sei das Problem für Kinder ab 3 Jahren im Kindergartenbereich. Es  fehlten hier 260 Plätze und dies sei eine echte Herausforderung in den vergangenen und für die künftigen Monate. Die Stadt Landshut selbst betreibt nur 3 Kindereinrichtungen und so sei die Verwaltung auf die gute Zusammenarbeit mit den freien Trägern wie der AWO, der Caritas, der Lebenshilfe, den kirchlichen Trägern und auch privaten Einrichtungen angewiesen. Diese seien stets offen und handlungsbereit. Mit neuen Konzepten müsse man sich anfreunden, denn die Erweiterungsoptionen der bestehenden Einrichtungen stoße man langsam auch an die Grenzen. Ein weiteres Hindernis stelle auch der Mangel an Fachpersonal dar. Die Kindereinrichtungen haben einen ganz klaren Bildungsauftrag zu erfüllen, es gehe daher immer mehr um Qualität der Einrichtungen.

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Patricia Steinberger warf an dieser Stelle ein: “Das liegt sicherlich nach wie vor daran, dass gerade diese Berufe immer noch zu schlecht bezahlt werden und hier ist vor allem die Politik gefragt.” Es sei zwar schon nachgebessert worden, allerdings seien die Pflegeberufe allgemein noch zu unattraktiv für die männliche Arbeitnehmerschaft. Dabei wäre es wichtig, dass die Kleinen auch in den Betreuungseinrichtungen genau wie zu Hause auch beide Geschlechter als Ansprechpartner haben. Dies gelte auch für den Beruf der Grundschullehrer.

Die Einführung des Betreuungsgeldes habe einen kleinen Einbruch in der Nachfrage ausgelöst. Allerdings sei dieser “Tausch” meist von den Familien in Anspruch genommen worden, für deren Kinder der Betreuungsauftrag notwendig wäre. Geanau deshalb habe sich die SPD gegen die Einführung des Betreuungsgeldes ausgesprochen, fügte Stadträtin Anja König hinzu. “Spracherwerb und der Erwerb von Sozialkompetenz von kleinauf sind doch die wichtigsten Grundlagen für spätere Chancengleichheit in unserer Gesellschaft.”, so König. Dies konnte Margarete Paintner nur unterstützen, denn in der Schule könnten diese Versäumnisse nicht so leicht aufgeholt werden.

Mit dem vom Stadtrat beschlossenen Neubau von von zwei Kindereinrichtungen käme die Stadt der Nachfrage ein ganzes Stück näher, allerdings könnten nach wie vor nicht alle Wünsche der Eltern derzeit erfüllt werden. Es müsse auch künftig weiterhin an jeder Stellschschraube gedreht werden, ob Neubau, Sanierungen mit Erweiterungen wo möglich oder auch neuen Konzepten müsse man stets positiv und aufgeschlossen gegenüber stehen.

“Das werde ich auf jeden Fall in Zukunft unterstützen, den aus eigener Erfahrung weiß ich wie wichtig es ist, dass eine Mutter, wenn sie arbeiten gehen muss oder will, ihr Kind in guten Händen weiß.”, erklärt Steinberger zum Abschluss.

Ein Mann ist keine Altersvorsorge

Patricia mit Helma Sick1

Der Leiter der Friedrich- Ebert- Stiftung, Harald Zintl rechnete vor, dass  einer niederbayerischen Rentnerin im Schnitt 501 Euro pro Monat zum Leben bleiben. Die Landtagsabgeordnete Ruth Müller, die auch zugleich stellvertretende frauenpolitische Sprecherin der BayernSPD- Landtagsfraktion ist, übernahm die Einleitung in den Abend. Dabei richtet sie den Blick nach Schweden, das die Notwendigkeit der individuellen finanziellen Absicherung und Eigenständigkeit von Mann und Frau frühzeitig erkannt und auch erfolgreich umgesetzt hat. „Dort arbeitet jeder für seine eigene Rente und Kindererziehungszeiten gelten auch im Beruf als Qualifikation für Beförderungen“, machte sie das gesellschaftliche Bild der Schweden deutlich.

Helma Sicks Vortrag basiert auf dem gemeinsam mit der ehemaligen Frauen- und Familienministerin Renate Schmidt (SPD) verfassten Buch „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“. Mit großer Leidenschaft und einem enormen Sympathiewert erläutert Sick die Notwendigkeit von finanzieller Unabhängigkeit für Frauen, gab Orientierungsbeispiele aus unseren Nachbarländern, betreibt allerdings auch Ursachenforschung in unserer Geschichte für das, auch heute noch oft – so scheint es – erstrebenswerte Lebensmodell der ausschließlichen Hausfrau und Mutter.

Besonders erschreckend ist die Feststellung aus einer Studie. Demnach wollen heute über 90 Prozent der Frauen finanziell unabhängig sein, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ihnen enorm wichtig. Das Modell des alleinverdienenden Mannes hat scheinbar ausgedient. Scheinbar – denn gerade in letzter Zeit lässt sich auch bei jungen Frauen ein Rückzug ins häusliche Leben feststellen, die Arbeitswelt wird als rau, die Berufstätigkeit zusätzlich zur Kindererziehung als Belastung statt als Chance gesehen.

Dabei hat der Ausstieg aus dem Beruf lebenslange Auswirkungen. Eindrucksvoll schildert Helma Sick die Folgen von jahrelanger Tätigkeit in Minijobs (70 Euro Rente im Monat!), Angehörigenpflege die selbstverständlich der Frau überlassen wird, Tod des Ehegatten oder Scheidungen. Alles endet in Altersarmut wenn zuvor keine nötigen Vorkehrungen getroffen wurden. Auch die Kosten, die die Gesellschaft für das Leben einer Hausfrau zu tragen hat, rechnet sie anschaulich vor. Nachdem heutzutage jede dritte Ehe geschieden wird, jedoch auch immer mehr nichteheliche Lebensgemeinschaften wieder auseinandergehen, plädiert Sick dafür, bei aller Liebe auch den Verstand nicht auszuschalten. Auf die Äußerung, ein Vertrag passe nicht zur Liebe entgegnet sie gerne: „Liebe Frauen, seid lieber jetzt unromantisch als später arm!“

Neben einem Umdenken von Politik und Wirtschaft fordert Helma Sick jedoch auch von den Frauen selbst, sich nicht nur zu beschweren, sondern selbst die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass sich etwas ändert. „Jammern stabilisiert das System, denn dadurch ändert sich gar nichts. Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen,“ schloss Sick ihren Vortrag.

“Raus aus dem Zelt”

Anja König, Stefan Tilch, Patricia Steinberger

Landshuter SPD im Gespräch mit Stefan Tilch

 Am Donnerstag trafen sich die SPD-Vorsitzende Stadträtin Anja König und ihre Stellvertreterin und OB-Kandidatin Patricia Steinberger mit dem Intendanten des Landestheaters Niederbayern Stefan Tilch zu einem Gespräch im Theaterzelt. Steinbergers Ausruf: “Raus aus dem Zelt” in der Nominerungsversammlung hat nicht nur in der Politik Wellen geschlagen, sondern auch die Angestellten des Theaters aufhorchen lassen.

“Mir ist es sehr wichtig, dass jetzt nicht wieder ein Stillstand und eine lange Zeit des Wartens eintritt”, betonte Patricia Steinberger gleich zu Beginn des Gespräches. Der Kauf des Bernlochner-Komplexes sei beschlossene Sache. Aufgrund eines SPD-Antrages im Stadtrat werde der dauerhafte Standort des Theaters auf dem Bernlochnerareal angestrebt. Es liegen bereits Gutachten und Vorschläge von Experten vor und diese könnten als Grundlage für einen sofortigen Einstieg in die weiteren Planungen dienen. Schließlich müsse schnellstens ermittelt werden wie hoch die Investitionen sein werden, um diese auch in den kommenden Haushalten einplanen zu können. Wichtig sei, dass endlich mit dieser Verzögerungstaktik von notwendigen Investitionen in allen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge Schluss gemacht werde, denn ständige kleinere Investitionen seien nachhaltiger und im Endeffekt kostengünstiger, als wenn nach jahrelangem Stillstand Grundsanierungen anstünden. Dies treffe nicht nur für das Theater, sondern auch Schulen, Kindertagesstätten, Museen und alle anderen städtischen Liegenschaften zu. Es gehe darum unsere schöne Heimatstadt entsprechend gepflegt an die nächsten Generationen weiter zu geben.

Dies stieß beim Intendanten des Landshuter Theaters auf offene Ohren: “Das Zelt sollte eine Interimslösung sein und bleiben und keine dauerhafte Lösung darstellen.” Der Neubau eines Theaters bzw. eine Grundsanierung dauert nach Erfahrungen aus anderen Städten bis zu 7 Jahren. Wenn dann der Planungsbeginn schon um Jahre hinausgezögert werde, verlängere dies die Interimslösung und es müssten dann auch weitere Investitionen in das Theaterzelt getätigt werden, denn hier hake es in allen Ecken und Enden. Tilch befürchtet ebenfalls, dass die Besuchskultur darunter leide, je länger die Übergangszeit dauert. Es sei schon ganz normal, sich mitten im Theaterstück nach draußen zu begeben. Ein Kommen und Gehen sei aber störend für die anderen Gäste und zeuge nicht gerade von Respekt den Schauspielern und ihrer Darbietung gegenüber.

Als Regierungshaupstadt von Niederbayern und stetig wachsende Region solle man mit Stolz ein eigenes vorzeigbares Theater haben, erklärt Stadträtin Anja König. Investitionen in das Theater seien Investitionen in die Zukunft. Kunst, Kultur und kulturelle Bildung sind von hoher Bedeutung für unsere Gesellschaft. Deshalb sei auch der Freistaat in der Pflicht, die Stadt hier in hohem Maße zu unterstützen.

Das Motto wird jetzt und in den kommenden Jahren für die OB Kandidatin Patricia Steinberger weiterhin heißen: “Raus aus dem Zelt!”

Landshuter SPD in Aufbruchstimmung – Patricia Steinberger mit 100 Prozent nominiert

Patricia Steinberger: Nominierung zur OB-Kandidatin 2016.

Anja König gratuliert Patricia Steinberger: Nominierung zur OB-Kandidatin 2016.

Mit einer gelungenen Nominierungsveranstaltung, einer fulminanten Rede der Kandidatin und einer absoluten neuen Aufbruchstimmung haben wir am 29.01.2016 den Wahlkampf der Landshuter SPD für die Oberbürgermeisterwahlen eingeleitet.

Jetzt ist es soweit, die Landshuter SPD hat ihre Oberbürgermeister-Kandidatin nominiert und schickt Patricia Steinberger mit 100% Rückenwind aus der Partei in den Wahlkampf.

Wir haben uns schon sehr früh mit der Kandidatenfrage beschäftigt. Die Grundfrage, ob wir einen eigenen Kandidaten aufstellen oder nicht, war schnell vom Tisch, denn wir haben in unserer Partei fähige, engagierte, mutige und tatkräftige Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Am vergangenen Freitag durfte die Vorsitzende mit Stolz im Namen des Parteivorstandes mit Patricia Steinberger, genau die Kandidatin vorschlagen, die absolut in der Lage ist, das Amt des Oberbürgermeisters mit Sachverstand auszufüllen.

Sie wird mit ihrem sozialen Gewissen für alle Bürgerinnen und Bürger und ihre Belange da sein und sich dafür einsetzen, dass sich Tradition und Moderne in unserer Regierungshauptstadt vereinen lassen. Patricia ist eine selbstbewußte und zielstrebige Persönlichkeit, die auf dem Boden der Tatsachen steht. Als Diplom-Betriebswirtin kann sie sicher mit Zahlen umgehen und da sie aus einem traditionellen Familienbetrieb stammt, kennt sie die Aufgaben, die mit einer Unternehmensführung einhergehen. Patricia ist in Landshut geboren, hier aufgewachsen und seit ihrer Geburt tief verwurzelt. Sie hat bei der Landshuter Hochzeit als Kind mitgewirkt und war schon einmal Prinzessin in Landshut, nämlich in der fünften Jahreszeit. Vermutlich gerade weil sie in behüteten Familienverhältnissen aufgewachsen ist, in der Tradition, generationenübergreifende Hilfe und Unterstützung in idealer Weise gelebt werden und sie sicher nie unterdrückt oder ungleich behandelt wurde, kann sie diese Werte weitergeben und setzt sich für die Schwächeren in unserer Gesellschaft ein. Sie erkennt nicht nur die Probleme, sondern arbeitet hartnäckig an deren Lösung. So hat sie  maßgeblich an den beiden großen SPD-Projekten Landshut 2020, welches ein gesamtes und weit in die Zukunft gerichtetes Innenstadtkonzept ist und unserem Wohnungsbaukonzept mitgearbeitet. Sie hat sich vor allem in die Finanzierungsmöglichkeiten eingebracht, das ist ihr Fachgebiet und davon konnten wir profitieren. Patricia hat in ihrer jahrelangen Vorstandsarbeit eindeutig bewiesen, dass sie lösungsorientiert und sachbezogen arbeitet. Mit großem Engagement setzt sie sich immer wieder für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein, für alleinerziehende Mütter und deren Kinder und wenn es darum geht eine Wohltätigkeitsveranstaltung oder eine Unterstützungsaktion für Schwächerere durchzuführen, dann überlegt diese Frau nicht lange, sondern krempelt ihre Ärmel hoch und sagt: Pack ma`s an! Patricia ist eine Frau der Taten und sie ist immer zur Stelle, wenn Unterstützung im Hintergrund benötigt wird, also für die Arbeiten, die nicht in der Chronik erwähnt werden und für die es keinen Applaus gibt. Ihre Kraft holt Patricia nicht nur aus dem ausgeglichenen Elternhaus, sondern insbesondere über den Sport. Dieses Hobby läßt sich gut einsetzen, wenn es heißt “Laufen für den guten Zweck”, denn Patricia ist dabei.

Patricia Steinberger ist in unserer Stadt gut vernetzt und tief verwurzelt, sie ist in vielen Vereinen Mitglied, zum Beispiel im Freundeskreis Hochschule, im Freundeskreis Stadttheater, in den Städtepartnerschaftsvereinen sowie auch im Elternbeirat des Gymnasiums Seligental. Diese Vereinstätigkeit spiegelt die Vielseitigkeit ihrer Interessen wider. Ebenso wie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum liegt ihr die Kultur unserer Stadt am Herzen. Sie engagiert sich für Bildung und Bildungseinrichtungen und unterstützt Weltoffenheit und die Zusammenarbeit mit Kommunen aus anderen Ländern. Dies hat ihr hervorragendes Ergebnis bei den letzten Kommunalwahlen gezeigt, denn sie hatte unter den sogenannten Neulingen, also Nicht-Stadträten das zweitbeste Ergebnis und lag nur ca. 400 Stimmen hinter einem SPD-Stadtratsmandat. Der nächste auf unserer Liste hat 1200 Stimmen weniger. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass 8 Stadträtinnen und Stadträte mit weniger bis weitaus weniger Stimmen im Stadtrat sitzen, und darunter ist der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler und einer der bereits nominierten Kandidaten hat lediglich ein Drittel der Stimmen erreicht, die Patricia bekommen hat.

Einen Wahlkampf als Kandidatin durchzuziehen erfordert unheimlich viel Kraft, Mut und Durchhaltevermögen. Man muss mit Sieg und Niederlagen gleichermaßen umgehen können, genau wie mit positiver und negativer Kritik. All das hat Patricia in den vergangenen Jahren im Vorstand und in unserer Partei bewiesen. Patricia zeigt Aktionsfreudigkeit und hält andere zurück, wenn mit Bedacht gehandelt werden sollte.

„Und genau deshalb sagen wir, der Vorstand, diesen Wahlkampf soll sie führen und kann sie gewinnen! Wir sind fest davon überzeugt, denn sie selbst strahlt diese Überzeugung aus.Patricia Diana Steinberger ist nicht nur die Beste, sie ist die Richtige.“, waren die Ausrufe von Parteichefin Anja König.

In den nächsten Monaten wird SPD in Landshut mit dem Namen unserer Kandidatin buchstabiert:

S wie Steinberger steht für Tradition und Beständigkeit

P wie Patricia steht wirbelnde Energie, denn so wurde schließlich der stärkste registrierte Wirbelsturm genannt

D wie Diana ist ja bekanntlich die Göttin der Jagd, des Mondes und der Geburt und Beschützerin der Frauen und Mädchen! Das sagt, denke ich, alles aus.

Mit dieser Nominierungsveranstaltung und einer fulminanten Rede unserer Kandidatin haben wir es wieder gezeigt: Die Landshuter SPD ist absolut ernst zu nehmen und mit uns wird man rechnen müssen! Unser Ziel im ersten Stepp ist die Stichwahl und der zweite Schritt ist dann der Sieg. Wir hoffen auf eure Unterstützung, denn Landshut ist reif für eine sozialdemokratische Frau im Oberbürgermeisteramt.